Wer Pflanzen liebt, kennt das Problem: Im Sommer trocknet die Erde schnell aus, im Urlaub gießt niemand. Ein Pflanzkübel mit Wasserspeicher nimmt Ihnen einen Teil dieser Arbeit ab. Unten im Topf liegt ein Vorrat an Wasser, den sich die Pflanze nach und nach selbst holt. Hier erfahren Sie, wie das System funktioniert, wie Sie es einsetzen und worauf Sie achten sollten.

So funktioniert der Wasserspeicher

Das Bewässerungssystem ist ein flacher Einsatz aus Kunststoff. Er liegt ganz unten auf dem Boden des Pflanzeinsatzes. Darunter entsteht ein Hohlraum – das ist Ihr Wasserspeicher. Die Erde liegt oben auf dem System und saugt das Wasser von unten nach, sobald sie trockener wird. So bekommen die Wurzeln gleichmäßig Feuchtigkeit, ohne dass die Pflanze im Wasser steht.

Zwei Teile ragen nach oben aus der Erde:

  • Das Einfüllrohr: Hier gießen Sie das Wasser direkt in den Speicher, ohne die Erde zu durchnässen.
  • Der Wasserstandsanzeiger: Ein kleiner Schwimmer hebt eine Markierung an. Steht sie oben, ist der Speicher voll. Sinkt sie nach unten, wird es Zeit zum Nachfüllen.

Einsetzen in 5 Schritten

  1. Passende Größe wählen. Jede Topfgröße hat ihr eigenes System. Wenn Sie das System einzeln kaufen, messen Sie nicht den Topf von außen, sondern das freie Innenmaß direkt am Boden.
  2. System auf den Boden legen. Das System kommt ganz unten in den Pflanzeinsatz, das Einfüllrohr zeigt senkrecht nach oben.
  3. Anzeiger montieren. Ziehen Sie die durchsichtige Schutzkappe vom unteren Ende des Rohrs ab und setzen Sie sie oben auf den Wasserstandsanzeiger.
  4. Erde einfüllen und pflanzen. Füllen Sie Erde um Rohr und Anzeiger herum auf und setzen Sie die Pflanze ein. Rohr und Anzeiger müssen oben aus der Erde schauen.
  5. Anfangs normal gießen. In den ersten Wochen gießen Sie wie gewohnt von oben. Erst wenn die Wurzeln nach unten gewachsen sind, versorgt sich die Pflanze aus dem Speicher.

Richtig gießen mit Wasserspeicher

Füllen Sie Wasser über das Einfüllrohr nach, bis der Anzeiger oben steht. Dann warten Sie, bis er wieder unten ist – und lassen den Speicher ruhig ein, zwei Tage leer, bevor Sie nachfüllen. So bekommen die Wurzeln auch Luft. Wie lange ein Speicher reicht, hängt von Pflanze, Topfgröße, Standort und Wetter ab. Eine große Pflanze in der Sommersonne braucht deutlich mehr als ein kleiner Farn im Wohnzimmer.

Tipps für draußen, Urlaub und Winter

  • Urlaub: Vor der Abreise den Speicher voll füllen und die Erde von oben gut wässern. Pflanzen an einen etwas schattigeren Platz stellen, dann hält der Vorrat länger.
  • Regen: Unsere Töpfe haben kein Abflussloch. Im Freien füllt starker Regen den Speicher mit auf. Schauen Sie nach Regentagen auf den Anzeiger und gießen Sie erst, wenn er gesunken ist.
  • Winter: Vor dem ersten Frost den Speicher leeren und die Pflanze an einen geschützten Platz stellen.
  • Nicht für jede Pflanze: Kakteen und Sukkulenten mögen es trocken und brauchen keinen Wasserspeicher.

Häufige Fragen

Kann ich ein Bewässerungssystem nachrüsten? Ja, wenn das Innenmaß am Boden passt. Die Systeme gibt es einzeln in runden und quadratischen Größen.

Brauche ich eine Drainageschicht? Nein, das System ersetzt sie. Der Hohlraum unter der Erde verhindert, dass die Wurzeln im Wasser stehen.

Welche Erde passt? Normale, lockere Blumen- oder Kübelpflanzenerde. Sie muss das Wasser gut von unten nachziehen können.

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